Turmhof 

Bilder und Plan aus Website der Stiftung Turmhof !

Achtung: Das Kunst- Projekt ist nicht mehr aktuell.

Betonklotz und Flachdach ade !

Nun gehts beim Turmhof um die Wurst !

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Heute siehts noch so aus.....

Morgen dann so..........!!!!

Betonklotz

 

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So soll es einmal aussehen.......

Zitat: "Erhaltung, Bewahrung und Umbau gelten für den Turm, das
Kaufhaus, die Alte Schmitte und den Hof. Remise und Wasserwerk, ohne historische Bedeutung,
werden abgebrochen und sensibel ersetzt durch einen Neubau für die Wirtschaft, das Entrée des
Mehrzwecksaales und die Logistik."

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Ganz "interessante Ansicht" im Bunker - Look

 

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Man beachte den Bootssteg, auf den alle gewartet haben !

 

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Bild links, "diskret" in den Steckborner Altstadt- Charme integriert, Mitte "Aquarium", rechts halt einfach ungemütlich und steril.

 

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Übersichtsplan, mit schier endlosem Bootssteg  (soll hier die "Schaffhausen" anlegen können ?)

 

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Hier können Sie nochmals sehen, was sie eintauschen

Wenn die Altstadt in diesem Tempo weiterverkauft wird, (weitere solche Kahlschläge sind bereits in der Pipeline), dann steht es wirklich schlecht um Steckborn. Das Wort Stiftung wird dann zukünftig nur noch im negativen Sinn, nämlich "Unfug stiften" , genannt werden. Liebe Steckborner und alle, denen unser schönes Städtchen gefällt: Wehret Euch gegen solch radikale Veränderungen. Wo sind die Vorteile eines solchen Umbaus ? -Weniger Museum - mehr Bistro, Bootssteg, Foyer und neue Steinplatten ? Aquariummässige Fensterfronten, so gross als nur möglich ?

usw.

Wollen wir das wirklich ?

 

fass

 

Zeitung, "Der Rheintaler"

Thurgauer Zeitung

Leserbrief im Bote vom Untersee vom 22. März 11

Operation gelungen - Patient gestorben?

Zum Turmhof-Bauprojekt in Steckborn

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Folgende Zeilen schreibe ich nicht als neu gewählter Stadtrat sondern als besorgter Einwohner unseres schönen Städtchens und sie sind an alle gerichtet, denen Steckborn am Herzen liegt oder ans Herz gewachsen ist; es geht um die geplanten Um- und Neubauten beim Turmhof, dessen Pläne und Modell seit etwas mehr als einer Woche in der Halle des Gemeindehauses eingesehen werden können: In Bayern gibt es ein Fabelwesen namens «Wolperdinger». Das ist ein Vieh mit Federn und Flossen; ein Hundekörper steht auf Entenfüssen und den Schweinekopf ziert ein Geweih. Genau so ein Unding will die Stiftung Turmhof um unser Wahrzeichen herum bauen. Mit Flachdächern, Glasfassaden und einem Seesteg wird das historische Herz unserer Altstadt verpfuscht. Wo sonst Heimatschutz und Denkmalpflege im Altstadtbereich jeden Pinselstrich und jeden Hammerschlag peinlichst unter die Lupe nehmen, sind den zuständigen Instanzen offensichtlich die verschlossenen Augen noch zubetoniert worden. Sogar der ortsansässige Architekt, welcher mit Altstadtsanierungen Erfahrung hat, hat ob dem lukrativen Auftrag offensichtlich keine Bedenken gegen diesen Unfug. Die Mitglieder des Stiftungsrates, die notabene uns Steckbornern vorwerfen, wir unterstützen ihr Interesse zu wenig, kümmern sich keinen Deut um das Ansehen unserer Stadt (optisch und moralisch).

Angesichts des ausgestellten Modells ist jeder öffentliche Franken zu viel für den Klotz bzw. für die Klotzigen. Oder will man mit diesem Projekt

Vorschub leisten für weitere Flachdächer, Fotovoltaik-Anlagen oder Beton- und Glasbauten in der Altstadt?

Dem Grundgedanken der Stiftung, den Turmhof und seine Umgebung als Begegnungs- und Kulturstätte zu erhalten und auszubauen, widerspricht nichts. Wie das aber von sich gehen soll, da müssten die Geldgeber (also auch wir Steckborner) auch mitbestimmen dürfen.

Nachdem uns in den letzten Jahren die Rechte am See, der Bezirk und der Seerücken (die Planung vom Naturpark ist noch nicht vom Tisch!) weg genommen wurden, will man uns noch das Herz der Altstadt weg nehmen. Diese Operation überlebt kein Patient. Ich bitte alle Steckbornerinnen und Steckborner, in den noch verbleibenden Tagen der Auflagefrist (bis 30. März 2011), sich die Pläne und das Modell im Gemeindehaus anzuschauen und sich ihre Gedanken darüber zu machen. Wir müssen nicht immer alles akzeptieren, was uns vor die Füsse geworfen wird.

Albert Gräflein, Steckborn

 

Antwort von Afred Muggli (im Bote vom 25. März 11)

Über Geschmack lässt sich nicht streiten Entgegnung zum Leserbrief von Albert Gräflein im «Bote vom Untersee und Rhein» vom vergangenen Dienstag

Sehr geehrter Herr Gräflein, seit zwei Jahren steht das von Ihnen beanstandete Modell über das Bauvorhaben der Stiftung Turmhof samt Plänen im Foyer des Turmhofes. Wiederholt haben wir der Bevölkerung Informationen und Diskussionen am Freitags-Apero angeboten. Leider haben Sie diese Gelegenheit nicht wahrgenommen und nun werfen Sie den Mitgliedern der Stiftung und den Architekten vor, wir würden das Stadtbild verschandeln. Die Pläne wurden vom Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau, das unbestritten kompetent ist, genehmigt. Der eidgenössische Denkmalpfleger fand das Wasserpumpwerk und die Remise als nicht erhaltungswürdig und hat den Architekten für den Neubau mehr Kreativität zugestanden. Aber schon die Römer wussten, dass sich über den Geschmack nicht streiten lässt. Sie dürfen selbstverständlich als Privatmann ihre Meinung äussern. Da Sie aber als gewählter Stadtrat zur Genehmigungsbehörde des Bauprojektes gehören, müssen Sie sich nun Befangenheit vorwerfen lassen. Ich erwarte, dass Sie bei der Behandlung dieses Geschäftes im Stadtrat in den Ausstand treten.

Alfred Muggli, Co-Präsident Stiftung Turmhof, Steckborn


Nun sei dazu noch gesagt, dass Geschmack vorhanden sein muss, dass nicht darüber diskutiert werden kann.

Leider vermissen wir diesen bei diesem unsensiblen Betonbunker Ursprünglich war das Pumpwerk die Wasserlinie, die jetzt mit dem Betonklotz eindeutig überschritten wird.

Der Turmhof wird von Osten richtiggehend abgedeckt.

Dass Albert Gräflein, bevor er seinen Einstand bezahlt hat bereits wieder in den Ausstand treten soll, ist völlig unverständlich. Als Steckborner Bürger steht er halt mehr zu den bestehenden alten Werten als zu Kulturzentren, die sich vielerorts betriebswirtschaftlich nicht selbst tragen können und dann irgendwann der Stadt und dem Steuerzahler wieder auf dem Beutel liegen.

Beispiele dafür gibt es auch in der näheren Umgebung.

Dass das Amt für Denkmalschutz dieses Projekt für gelungen hält, wage ich zu bezweifeln, denn im Leserbrief von Hr. Muggli heisst es klar:

Der eidgenössische Denkmalpfleger fand das Wasserpumpwerk und die Remise als nicht erhaltungswürdig und hat den Architekten für den Neubau mehr Kreativität zugestanden.

Dass er das neue Projekt gut finde und unterstütze, kann ich da beim besten Willen nicht herauslesen.......

Eine Stellungnahme von Urs Fankhauser (Thurg. Heimatschutz / Denkmalschutz) steht noch aus. .

 

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So verlief die Wasserlinie, die jetzt sukzessive immer weiter zum See verlegt wird.

Der neue Landungssteg (mangels Parkplätzen kommen die Gäste per Schiff) ist oben auf dem Plan ersichtlich.

 

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Wer drückt den Notstop- Knopf Turmhof?

 

An einer Kirchgemeindeversammlung wurde uns vom damaligen Präsidenten Dr. Muggli erklärt der Turmhof komme in bessere Hände, wenn wir ihn aus dem Besitz der reformierten Kirchgemeinde entlassen und an die Stiftung Turmhof verkaufen. Ich habe mit einem mulmigen Gefühl zugestimmt, traue ich doch Stiftungen grundsätzlich nicht. Als Mitglied der reformierten Kirchgemeinde Steckborn fühle ich mich heute getäuscht und hinters Licht geführt.

Was um den Turmhof abläuft hat schon lange nichts mehr mit dem zu tun, was weite Teile der Steckborner Bevölkerung wollen. Ich stehe zum Turmhof und der Heimatvereinigung die das Museum im Turmhof betreibt. Mit dem überrissenen Kulturprojekt will ich nichts zu tun haben. Mit der Stiftung hat sich ein Zirkel von mehrheitlich nicht Steckborner gebildet, die ohne den geringsten Kontakt zu Steckborn ihren eigenen Visionen nachleben. Sie wissen schon was gut ist für Steckborn!

Sollte es allerdings schief gehen fällt die Sache zurück an Steckborn, der Steuerzahler darf dann aufräumen. Sicherheitshalber wird direkt mit Frauenfeld verkehrt und Politprominenz beigezogen, man lässt seine Verbindungen spielen. Wäre doch gelacht, wenn man dieses visionäre Projekt, nicht mit aller Gewalt an den Steckbornern vorbei durchdrücken könnte. Den Stadtammann und offenbar auch Teile des Stadtrates hat man bereits im Sack. Die Baubewilligung wird vom Stadtrat erteilt, die Bevölkerung ist ausgehebelt.

Die Pläne wurden vom Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau genehmigt. Super.

Das gleiche Amt für Denkmalpflege knebelt den normalen Städtlibewohner mit Fenstersprossen, Holzläden, alten Balken, keinen Sonnenkollektoren usw. Es hat sich selbst disqualifiziert. Das Projekt wie es heute aufliegt hat nichts mehr mit der Erhaltung des Turmhofes und der Stiftung Turmhof zu tun. Es dürfte auch gegen die Stiftungsurkunde Art.2 „Instandstellung ..des Turmhofes und seiner Nachbarliegenschaften“ verstossen.

Ein Abbruch des Pumpenhauses und ein Ersatzneubau Eisenbetonbunker mit Glasfassaden dürfte kaum das Ziel von Herrn und Frau Hertner gewesen sein.

Was heute vorliegt ist ein schnödes, überrissenes Altstadt Wohnbauprojekt mit einer Tarnung als Kulturzentrum. Hertners waren Segelsportler und Segelsportler betrachten und bewerten die Schönheit Steckborns vom See aus. Gerade aus diesem Blickwinkel hat man Steckborn in den letzten paar Jahren sehr viel Unschönes angetan.

Terrassenüberbauung Ost und West und die Blöcke in der Scheitingerkurve sehen auch vom See her übel aus. Bleibt zu hoffen, dass sich eine Mehrheit im Stadtrat dazu aufrafft den Notstop- Knopf für das Projekt  Turmhof zu drücken und die Baubewilligung zu verweigern.

Am 30 März 2011 läuft die Einsprachefrist für die Bauauflage Turmhof ab. Da es sich bei Steckborn um ein Ortsbild von Nationaler Bedeutung handelt ist jedermann/frau Einspracheberechtigt, also nicht nur die direkten Anwohner.


Werte Einwohnerinnen, machen Sie von ihrem Einspracherecht gebrauch.

Werner Strasser

 

 

Weitere Leserbriefe: Thurgauer Zeitung

Turmhof unter Beschuss

Noch liegt in Steckborn d;as Baugesuch der Stiftung Turmhof öffentlich auf. Gegen das Projekt formiert sich Widerstand.

Die Gegner haben bereits 200 Unterschriften gesammelt. STECKBORN. Rund 7 Millionen Franken will die Stiftung Turmhof in ein regionales Kulturzentrum in Steckborn investieren. Das Baugesuch liegt noch bis morgen Mittwoch bei derStadtverwaltung öffentlich auf (die TZ berichtete). Das Bauprojekt sieht vor, den Turmhof, das Kaufhaus und die Alte Schmitte zu erhalten. Remise und Wasserpumpwerk sollen abgebrochen werden. In die Baulücke wird ein moderner Kubus für Bistro und Veranstaltungssaal eingesetzt.

Altstadt verpfuscht

Das gefällt nicht allen Steck-bornern. Der frischgewählte Stadtrat Albert Gräflein schreibt in einem Leserbrief im «Boten»: «Mit Flachdächern, Glasfassaden und einem Seesteg wird das historische Herz unserer Altstadt verpfuscht. Wo sonst Heimatschutz und Denkmalpflege jeden Pinselstrich und jeden Hammerschlag peinlichst unter die Lupe nehmen, sind den zuständigen Instanzen offensichtlich die verschlossenen Augen noch zubetoniert worden.»

Alfred Muggli, Co-Präsident der Turmhofstiftung, schreibt in einer Entgegnung, dass die Geschmäcker nun einmal verschieden seien. Seit zwei Jahren sei das Modell des Bauvorhabens samt Plänen im Foyer des Turmhofs aufgelegen. Man hätte also vorgängig zur Bauauflage sich über das Projekt informieren können.

Die Pläne seien zudem vom Amt für Denkmalpflege genehmigt worden! schreibt Muggli.

Den Stadtrat aufwecken

Doch Albert Gräflein ist nicht der einzige, der gegen das Bauprojekt etwas einzuwenden hat. Auf der Homepage www.alt-steckborn.ch sind unter der Rubril «Turmhofstiftung, muss das sein?» die Pläne des Bauvorhabens mit Kommentaren aufgeschaltet. Bei der Ansicht auf das geplante Bistro ist beispielsweise von Bunker-Look die Rede. Die Steckborner werden zudem dazu aufgerufen, sich gegen dieses Bauvorhaben zu wehren. Das tun sie: Seit letztem Donnerstag läuft eine Unterschriftensammlung.

Es seien verschiedene Personen aus den unterschiedlichsten Kreisen am Sammeln, weiss Bürgerpräsident Ernst Füllemann, der im Auftrag dieser losen Gruppierung Auskunft gibt.

In dieser «öffentlichen Eingabe an die Stiftung Turmhof» heisst es unter anderem: «Wir wehren uns gegen das Vorgehen der Stiftung, ein zentrales Quartier unseres Städtchens auf dies Art völlig zu verändern.» Und: «Als die Öffentlichkeit seinerzeit der Eigentumsübertragung an diese Stiftung zustimmte, habe wohl niemand damit gerechnet, dass solche einschneidenden baulichen Veränderungen ohne Zustimmung der Stadt, geschweige denn ihrer Stimmbürger und ohne Orientierungsversammlung auf solch elitäre Art durchgezogen würden.»

Bereits 200 Steckbornerinnen und Steckborner hätten mit Angabe von vollständigem Namen und Adresse unterschrieben, sagt Füllemann. Man wolle damit den Stadtrat aufwecken und Druck machen, dass dieses Baugesuch in dieser Form nie bewilligt werde.

Einsprache einlegen

Ernst Füllemann selbst sammelt keine Unterschriften. Er werde gegen das Baugesuch aber einsprechen, sagt er. Er habe sich mehrmals und frühzeitig die Pläne und das Modell angeschaut.

Jeglichen Einwand hätten die Projektverantwortlichen jeweils da mit abgetan, dass sowieso noch einmal alles abgeändert und überarbeitet werde.

Jetzt liege aber genau dieses Projekt als Baugesuch öffentlich auf. Er wehre sich gegen den Abbruch des alten Seewasser-Pumpwerks, denn im Hinweis-Inventar der Denkmalpflege sei das Gebäude in seiner Gesamtform als erhaltenswert eingestuft. Bei der Renovation des alten Rathauses -es ist im Besitz der Bürgergemeinde - mussten auf Anweisung der Denkmalpflege selbst die Kupfer-Fenstereinfassungen überstrichen werden. Er könne sich also nicht vorstellen, dass dieselbe Denkmalpflege mit dem Abbruch des alten Seewasser-Pumpwerks einverstanden sei.

Denkmalpfleger Urs Fankhauser war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

 

Bote vom Untersee und Rhein 29. März 11

Sturmlauf gegen Wasserwerk-Neubau

In Steckborn haben schon rund 200 Personen eine Petition gegen das Turmhof-Projekt unterzeichnet

(hil) Dem Bauvorhaben auf dem Steckborner Turmhof-Areal schlägt massiver Widerstand entgegen. Wie übers Wochenende bekannt wurde, werden seit Ende letzter Woche Unterschriften für eine öffentliche Eingabe an die Stiftung Turmhof gesammelt. Die Petition sei bereits von rund 200 Personen unterschrieben worden. Hinter der Sammlung steht eine «lose Gruppe besorgter Einwohner» von Steckborn, wie ein Sprecher der Gruppe gegenüber dem «Bote vom Untersee und Rhein» bestätigte. Im Zentrum der Kritik steht der geplante moderne Neubau, der an Stelle des Wasserwerkes zu stehen kommen soll. Zu dem Thema sind im «Bote» bereits kritische Leserbriefe erschienen, weitere finden sich in dieser Ausgabe.

 

«Elitäre Vorgehensweise»
Laut den Initianten der Unterschriften-Aktion fühlten sich die unterzeichnenden Steckbornerinnen und Steckborner durch das laufende Bauprojekt, «das die unmittelbare Nachbarschaft des Turmhofes völlig verändern soll», überfahren. Mit der Petition wolle man sich gegen das Vorgehen der Stiftung Turmhof wehren, die «ein zentrales Quartier unseres Städtchens auf die Art völlig verändern» will. Es habe wohl «niemand an solch einschneidende bauliche Veränderungen» gedacht, «die ohne Zustimmung der Stadt, geschweige denn ihrer Stimmbürger und ohne eine Orientierungsversammlung auf solch elitäre Art durchgezogen werden soll.» Die Petition - im Gegensatz zu einer Einsprache ohne Rechtswirkung - soll im Original bei den Verantwortlichen der Stiftung Turmhof deponiert werden. Kopien gehen an die Stadt Steckborn und an das Thurgauer Baudepartement.

Das Turmhof-Bauprojekt liegt noch bis morgen Mittwoch auf der Steckborner Stadtverwaltung auf.

 

Vielleicht haben Sie eine geniale Idee?

Offener Brief an Nadja Kohnhorst in Sachen Petition gegen das Turmhof-Bauprojekt

Sehr geehrte Nadja Kohnhorst, Sie haben die Unterschriftensammlung für eine Petition gegen den Neubau der Stiftung Turmhof lanciert. Das ist Ihr freies Recht, dagegen haben wir auch nichts einzuwenden. Wir bedauern lediglich, dass weder Sie noch Ihre Mitstreiter in den letzten zwei Jahren die Gelegenheit benutzten, sich im Foyer des Turmhofes über den Planungsstand zu informieren. Der Stiftungsrat war sich bewusst, dass der moderne Baustil nicht allen Leuten gefallen wird.

Aber bekanntlich darf man ja über die Geschmäcker nicht streiten. Seit dem Bau des Turmhofes im Jahre 1282 hat dieser verschiedene Baustile überlebt, von der Gotik über die Renaissance, Barock, Rokoko, Klassizismus bis zum Jugendstil. Sie gehen sicher mit mir einig, dass keiner dieser Baustile für das Projekt in Frage kommt.

Auch ein Neubau im Chaletstil würde wohl kaum zum historischen Gebäude passen. Die Bewilligungsbehörde muss lediglich entscheiden, ob der geplante Neubau gegen die Vorschriften des Baureglements ver-stösst oder die Rechte der Nachbarn verletzt. Andere Kriterien wie unterschiedliche Auffassungen über Ästhetik oder Geschmäcker darf und kann die Behörde nicht berücksichtigen. Aber vielleicht haben Sie eine geniale Idee wie die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzung und Ihre Vorstellung über den geeigneten Baustil unter einen Hut gebracht werden können.

Erlauben Sie mir noch den Hinweis auf Artikel 11 der Stiftungsurkunde, wonach der Stiftungsrat die Stiftung auflösen kann, sofern der Stiftungszweck unerreichbar wird.

Die Liegenschaften und ein allfälliger Liquidationserlös fallen an die politische Gemeinde. Die zugesicherten Zuwendungen werden hinfällig und die bereits geleisteten finanziellen Unterstützungen müssen zurückerstattet werden. In diesem Fall müsste der Stadtrat ein neues Überbauungskonzept erarbeiten und die Renovation des Turmhofes sowie allfällige Neubauten müssten vom Steuerzahler finanziert werden. Dr. med. Alfred Muggli, Co-Präsident Stiftung Turmhof, Steckborn

 

Vertrauensfrage drängt sich auf

Entgegnung zur Entgegnung von Dr. Albert Muggli auf den Leserbrief von Albert Gräflein

Dr. Alfred Muggli verlangt von einem gewählten Mitglied der Stadtregierung zum Turmhof in den Ausstand zu treten, nur weil dieser sich öffentlich kritisch zu äussern wagt. Albert Gräflein wurde, zumindest von mir, in die Stadtregierung gewählt, weil er eine eigene Meinung hat und ich von ihm erwarte, dass er sie auch im Stadtrat einbringt. Wenn ich den Leserbrief vom Co-Prä-sidenten der Stiftung weiterspinne, müssten alle Kritiker des Projekts in den Ausstand treten, damit die Befürworter freie Bahn haben. So habe ich Demokratie noch nie verstanden.

Alfred Muggli verweist einmal mehr auf das Angebot an die Bevölkerung, sich im Turmhof zu informieren. Als Informationsanbieter müsste er sich immer wieder überlegen, ob seine Angebote den Bedürfnissen seiner potentiellen Kunden entsprechen. Das ist hier offensichtlich nicht der Fall. Es wird darum nicht helfen, weiterhin darauf zu bestehen, dass die Bevölkerung vorbeizukommen hat. Abgesehen davon, dass ich am Freitagabend noch arbeite und darum nicht kommen kann, getraue ich mir die Vertrauensfrage zu stellen. Traue ich diesem Stiftungsrat zu, das Projekt erfolgreich zu einem Abschluss zu bringen? Vertritt dieser überhaupt meine Anliegen und die der Steckborner Bevölkerung? Solange ich diese Fragen nicht mit einem klaren Ja beantworten kann, habe ich wenig Motivation, meine Zeit zu investieren. Wenn ich festellten muss, dass ein Zahlungseingang von 18. Dezember 2008 offensichtlich nicht verbucht wurde und dies bis 2011 niemand merkt, wenn ich als Überweisender der Stiftung belegen muss, dass und wann ich bezahlt habe, dann möchte ich nicht, dass diese die Stiftungsmillionen weiterhin treuhänderisch verwaltet. Ich glaube auch nicht, dass die Revisionsstelle ihre Funktion erfüllt. Als Geschäftsmann setze ich selber auf eine Steckborner Lösung mit Buchhalterin und Treuhänder und die funktioniert. Auch vom Stiftungsrat verlange ich eine sofortige Professionalisierung der Administration. Noch besser wäre es, wenn der Stiftungsrat die Zeichen der Zeit verstehen und Platz für einen Neuanfang machen würde.

Vom neuen Stadtrat erwarte ich, dass er im Bezug auf den Turmhof die Führungsrolle übernimmt. Gerade hier sind Albert Gräflein und Roger Forrer gefragt.

Peter Renner, Steckborn

Tatsachen und Gedanken

Zum Baugesuch Turmhof

Ich bin seit rund 66 Jahren in Steckborn ansässig und fühle mich besonders mit dem Untersee, seinem Ufer und vor allem mit unserem Städtchen verbunden.

Nicht umsonst ist auch unser Ortsbild durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission als von «Nationaler Bedeutung» eingestuft.

Deswegen ist es mir auch nicht egal, wie das Bauvorhaben der Stiftung Turmhof mit und um den Turmhof später aussehen soll. Nach dem Hinweisinventar der Denkmalpflege, das übrigens für die Baubewilligungsbehörde verbindlich ist, ist unser altes Seewasserpumpwerk in seiner «Gesamtform erhaltenswert».

Es wurde 1944 erbaut und wird durch das Amt für Denkmalpflege im Inventar wie folgt umschrieben «Hoher Stellenwert an einer der prominentesten Stellen im Ortsbild: Nachbargebäude des Turmhofs, Abschluss des Turmhofplatzes; bedeutend für die Seesilhouette». Die Stiftung Turmhof will es dem Erdboden gleichmachen und ein Bistro hinstellen. Und wenn der Co-Präsident des Stiftungsrates (in seinem Leserbrief vom 25. März 2011) festhält, dass «(...) die Pläne vom Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau, das unbestritten kompetent ist, genehmigt (wurden und) der eidgenössische Denkmalpfleger (...) das Wasserpumpwerk und die Remise als nicht erhaltungswürdig (bewerte)» so sind das Widersprüche in sich.

Die diesbezüglichen Stellungnahmen der kantonalen Denkmalpflege und des Bundesamtes für Kultur bleiben mir zur Einsichtnahme verwehrt. Wem darf ich glauben?

Gerne hoffe ich, dass der Hinweis des Co-Präsidenten auf die Befangenheit eines künftigen Mitgliedes des Stadtrates auch für das amtierende Mitglied, das gleichzeitig Mitglied des Stiftungsrates und der Baubewilligungsbehörde ist, erst recht gilt.

Ein Steg - für wen?

Die gleiche Bauherrschaft plant unmittelbar beim Turmhof einen 22 Meter langen Steg in den Untersee hinaus zu bauen. Dass die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission bereits einmal einen Steg in der Turgibucht ablehnte, braucht den Stiftungsrat ja nicht zu kümmern. Sind denn wirklich alle vor dem Gesetze gleich?

Für uns eine Nummer zu gross

Schliesslich habe ich berechtigten Grund zur Annahme, dieses Bauvorhaben sei für die Stiftung Turmhof, und für die Stadt Steckborn erst recht, eine Nummer zu gross. Ich vertrete die Überzeugung, dass sich auch hier die Ausgaben nach den Einnahmen zu richten haben und nicht umgekehrt. Und wenn ich mir auf der

Seestrassenseite den Spendenbarometer der Stiftung ansehe, muss ich die Rechnung nicht einmal mehr auf einem Bierdeckel durchführen. Oder will die Bauherrschaft - wenn alle Stricke reissen -

die Stadt Steckborn mit Ausbruchzahnlücken beim Turmhof vor vollendete Tatsachen stellen und dann so zum Handkuss bitten?

«Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode» (Hamlet).

Ernst Füllemann, Steckborn


Zum Turmhof - Kommentar aus Zürich

Ich verstehe die besorgten Steckborner und danke ausdrücklich für das Engagement. Ich bitte aber alle, sich auch mit dieser Architektur zu beschäftigen. Es wäre falsch verstandener Historismus, die Neubauten in einem alten Stil zu bauen. Es sind mir in ganz Europa viele Beispiele bekannt, wo man als Ergänzung oder Annexbauten zu historischen Gebäuden in Glas, Beton und Chromstahl gebaut hat. Durch diese Bauten kamen gar die historischen Teile viel besser zu Geltung und die Gesamterscheinung hat enorm profitiert. Vielleicht könnte ja die Turmhofstiftung oder die VHS eine Exkursion zu einem solchen Bauwerk organisieren, damit wären die Kritiker sicher besser zu überzeugen als mit Plänen oder Modellen.

Ich würde es sehr bedauern, wenn diese Diskussion die Bevölkerung weiter spalten würde - der Turmhof und das alte schöne Steckborn hat Besseres verdient.

Karl A. Dörig, Zürich

Stiftungsurkunde

Jahresbericht der Stiftung Turmhof 2010
Beantwortet einige offene Fragen

Auszug daraus:

Renovation und Umbau des Turmhofs und seiner Nebengebäude
Die Pläne sind von der eidgenössischen und kantonalen Denkmalpflege genehmigt worden.
Mit den Nachbarn sind wir weiterhin im Gespräch, um einvernehmliche Lösungen zu finden.
Das Baugesuch reichen wir anfangs 2011 ein.

 

Im Interview vom 29. März 11 mit Tele Top:

Nein, im Gespräch sind wir nicht, aber die Nachbarn können ja vorbeikommen und sich direkt oder aus der Zeitung informieren.

Originalton Muggli

 

War U. Fankhauser, Amt für Denkmalpflege ev. gar nicht involviert und das Projekt von übergeordneter Stelle bewilligt ?

Wer ist dann die Ansprechperson ?

Versuchen Wir es mit einem Mail an die Eidg. Denkmalpflege und klettern eine Sprosse in der Hierarchie- Leiter nach oben

31. März 11, Bitte um Stellungnahme beim Eidg. Amt für Denkmalpflege

Nun werden wir sehen, wie glaubwürdig der Verfasser dieses Dodumentes ist :

Schutz der Umgebung von Denkmälern

 

1. April 11, Mail von Hr. Fankhauser ist eingetroffen:

Sehr geehrter Herr Labhart

endlich habe ich diese Woche einen halben Bürotag und komme dazu Ihr Mail zu beantworten. Ich werde mich zuhanden der zuständigen Bewilligungsinstanz vernehmen lassen.

Ich bitte Sie um Kenntnisnahme, dass ich darüber hinaus in diesem laufenden Verfahren keine weitere Korrespondenz führen kann.

Mit freundlichem Gruss   Urs Fankhauser  

 

Thurgau Kultur: Drei Fragen an..

 

Die Einsprachefrist für das Turmhof-Projekt ist am 30. März abgelaufen.

 Inzwischen sind gegen das Baugesuch der Stiftung insgesamt 14 Einsprachen eingegangen.

Unterschriften- Sammlung: ca. 250 in 5 Tagen !!

 

 

Fortsetzung